Öko für die Kleinsten

Fast jeder unter uns hat Neffen, Nichten, eigene Kinder, Kinder von Freunden etc. etc., für die man ab und an ne Kleinigkeit benötigt. Neben Spielzeug kommt Kleidung bei den Eltern besonders gut an und weil ihr hier auf einem Blog mit Fokus auf Nachhaltigkeit seid – ja richtig, falls ihr da nicht hinwolltet, trotzdem weiterlesen, es ist interessant 🙂 – hab ich ein paar Tipps, welche Labels nachhaltig Kinderkleidung produzieren. Hier also ein kleiner, ganz persönlicher Auszug: 

Eine meiner Lieblings-Firmen ist das dänische Label Okker Gokker. Gegründet 1997, seit jeher 100% nachhaltig produzierte Kinderkleidung im Angebot. Die Sachen sind qualitativ äusserst hochwertig und werden nur aus zertifizierter Bio Baumwolle und Wolle hergestellt. Das Design spiegelt die Landschaft rund um das Head Office in Dänemark wieder – umgeben von Meer und frischer Luft werden die wunderschönen Themen kreiert.

Die nordischen Länder zeigen uns, wie süß nachhaltig produzierte Kinderkleidung sein kann: mini rodini kommt aus Schweden, ist noch keine 10 Jahre alt und hat sich der Nachhaltigkeit in sämtlichen Bereichen verschrieben: nämlich im Umgang mit der Umwelt, den Mitarbeitern, Kunden und natürlich mit den Kleinsten, die die Kleidung tragen. Der Name Rodini stammt übrigens vom Ur-Großvater der Gründerin, der als Zirkus-König bekannt war. Die Designs sind farbenfroh, mit vielen Illustrationen, die Kleidung selbst verspielt und bequem.

Das nächste Label ist Frugi, ein ganz besonderes Unternehmen aus UK. Ich habe Frugi (Frugi bedeutet übrigens Früchte der Erde auf Latein) vor einigen Monaten in einem Laden in Oberösterreich zum ersten Mal entdeckt und war sofort begeistert von den süßen Strümpfen der Winterkollektion. Die Produkte sind nicht nur GOTS zertifiziert, sondern sind auch fair produziert. Auch Frugi Klamotten sind farbenfroh und dafür gemacht, dass Kinder auch so richtig in ihnen spielen können, und dazu auch noch süß aussehen 😉

Ein kleineres Label aus Deutschland ist lenalieb – die Gründerin Lena hab ich vor einem halben Jahr bei einem Markt in Berlin kennen gelernt und ich war sofort angetan von den wunderschönen Kindersachen. Lena hat aus Eigen-Interesse bzw. im Interesse ihrer Tochter vor 2 Jahren begonnen, GOTS-zertifizierte Kinderkleidung zu designen und herzustellen. Sie achtet darauf, dass alle Teile ihrer Kollektion in Deutschland produziert werden. Für sie bedeutet Nachhaltigkeit, regional zu produzieren, geringe Transportwege anzustreben und eine gute Klimabilanz zu erzielen.

Ein vielversprechendes Unternehmen ist pitupi – zwar sind die Kleider noch nicht erhältlich, aber man kann sich die Prototypen online ansehen, und sein feedback bzw. Vorschläge abgeben bzw. kommentieren, was gefällt bzw. nicht so gefällt. Mir haben es übrigens besonders die Pumphosen angetan. Und mir gefällt hier einfach, wie viel Wert auf faire Löhne & gute Arbeitsbedingungen gelegt wird, dass vollständig auf gesundheitsschädliche Stoffe und Substanzen verzichtet wird und absolute Transparenz herrscht, damit auch die Kunden die Wege der Kleidung jederzeit nachvollziehen können. Produziert wird in Albanien – in Kooperation mit der Nichtregierungsorganisation  Voluntary Service for International Development, die besonders Frauen unterstützt, die von häuslicher Gewalt, und Prostitution betroffen sind. Also auf jeden Fall ein Konzept, das man weiter verfolgen sollte!!

Grundsätzlich findet ihr Läden, die nachhaltig produzierte Kinderkleidung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz führen, unter getchanged.net. Einfach das Segment Kinder anklicken, und dann sieht man auf einer Karte die Shop-Vorschläge.

Wer online kaufen möchte, kann dies in Österreich zum Beispiel bei One Fine Day machen. Wunderschöne Kinderkleidung gibts da!

In Deutschland findet man nachhaltig produzierte Kinderkleidung bei glore.deheldenkind.de, green-avenue.de,…

Noch einmal ans Herz legen möchte ich euch in diesem Zusammenhang auf die App Finderzimmer, mit der ihr Kinderkleidung verkaufen könnt bzw. auch kaufen könnt. Ein nachhaltigeres Konzept als 2nd-Hand Kleidung gibt es ja wohl kaum. Ende August/Anfang September werde ich euch mal berichten, wie meine ersten Verkäufe bzw. Einkäufe mit der App funktioniert haben.

Auch bei räubersachen – ich hatte vor einiger Zeit darüber schon mal auf alldaysaregreen.wordpress.com berichtet – werdet ihr fündig, wenn ihr nach Öko-Kinderkleidung sucht.